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  • Tobias Angehrn

7 Schweizer Finance Tools, die euch im 2020 produktiver werden lassen

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Die Jahresendzeit ist für mich persönlich immer die Zeit, um etwas herunterzukommen vom Tagesgeschäft und ich schaue mir dann gerne auch ein paar neue Dinge und Tools an, die ich in den kommenden Monaten ausprobieren möchte. Nachfolgend meine sieben persönlichen Finance Favoriten fürs Jahr 2020, allesamt Tools, die von innovativen Schweizer Anbietern entwickelt wurden, um KMU zu helfen, effizienter zu werden:



1. Smallinvoice

Eine praktische Cloud-Lösung für Leute wie mich die nie einen Umschlag oder Briefmarken zur Hand haben – Rechnungen lassen sich direkt online erfassen und automatisch weltweit per Post versenden, ohne dass ich noch physisch in den Prozess eingreifen müsste. Sogar ein BESR-Einzahlungsschein lässt sich nach meinen Vorgaben erstellen, womit ich die Debitoren-Buchhaltung auch gleich schon mit automatisiert habe. Das Tool kann aber noch mehr: ich kann meine Projekte verwalten, gesetzeskonforme Lohnabrechnungen erstellen und Mitarbeiter ihre Zeit erfassen lassen. Das alles zu sehr fairen Preisen – die Professional Version kostet CHF 30.- im Monat, für Gelegenheitsnutzer wie mich gibt’s auch eine Gratisversion.



2. Tresio

Liquiditätsplanung, Profitabilitätsbetrachtungen, Szenarienbildung – mit Tresio habe ich meine Zahlen im Blick und die Finanzplanung im Griff. Dank automatischer Anbindung an einige der gängigsten Buchhaltungssysteme automatisiert sich die Planungsgrundlage automatisch - damit muss ich auch keine Angst mehr haben, dass ich ständig irgendein Versions-Chaos habe mit meinen Excel-Files. Mit der Finanzplanungs-Funktion habe ich ausserdem den Überblick über meine wichtigsten Kennzahlen und weiss, an welchen Zahlen ich arbeiten muss -eigentlich fast ein bisschen wie die Liquiditätsplanung von finwize, nur eben digital. Mein Favorit ist das Standard-Modell für 40 Franken im Monat, damit kann ich mit mehreren Nutzern zusammenarbeiten – für kleinere Unternehmen geht’s aber auch günstiger. Hier könnt ihr das Tool kostenlos testen.



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3. Quickpaid

Welcher Unternehmer kennt es nicht: Man kauft möglichst grosse Mengen ein, um von attraktiven Rabatten zu profitieren – wenn da nur die Sache mit den Zahlungsfristen nicht wäre (sind wir mal ehrlich – im Einkauf sind die doch immer zu kurz!). Quickpaid bietet schweizer Unternehmern seit kurzem eine sehr innovative wie einfache Lösung an: ich kann mich kostenlos online anmelden und kriege unmittelbar nach der Registrierung meine persönliche Einkaufslimite zugesprochen. Anschliessend reiche ich meine Lieferantenrechnungen online ein, mein Lieferant wird sofort durch Quickpaid bezahlt, ich profitiere sogar noch von Skontoabzug und kann frei wählen, bis wann ich die Rechnung begleichen will (wahlweise bis zu 120 Tage). Das Ganze läuft zu 100% digital ab, für die Kreditprüfung werden keinerlei Dokumente benötigt. Die Registrierung ist hier kostenlos möglich, pro Finanzierung fällt eine Gebühr an die ich jedoch zumindest zu einem Teil sehr oft bereits durch den Skontoabzug wieder gedeckt habe.




4. Simplicity

Wer schon einmal über Monate hinter einem Kunden hergerannt ist, der seine Rechnung nicht zahlt, dürfte sich vermutlich schon einmal mit dem Thema Debitorenversicherung auseinandergesetzt haben. Leider sind diese Konstrukte für einen Kleinbetrieb sehr oft ziemlich komplex – verklausulierte Verträge über 20+ Seiten und Vorgaben, die in der Rechnungsstellung genauestens berücksichtigt werden müssen, ansonsten die Deckung weg ist, leider oft die Norm. Bei der Warenkreditversicherung aus dem Hause Euler Hermes ist der Name Programm – Simplicity ist äusserst flexibel und nutzerfreundlich gestaltet. Wie immer bei Versicherungen hat das beruhigende Gefühl seinen Preis – je nach Umsatz und Deckung gibt man zwischen 0.2 und 0.5% des versicherten Umsatzes ab. Mehr Informationen und Online-Registrierung hier.



5. Amnis Treasury Services

Die Schweizer Antwort auf TransferWise. Amnis bietet KMU eine einfach zu bedienende Cloud-Lösung um 24 Stunden am Tag Devisen zu handeln und Währungsrisiken abzusichern. Besonders gut gefällt mir das Auslandzahlungs-Modul – internationale Zahlungen können mitunter echt ein Ärgernis sein. Dank der Zusammenarbeit mit Schweizer Banken profitiere ich bei Amnis von der Sicherheit und Infrastruktur unseres hiesigen Finanzplatzes, gleichzeitig spare ich bei den Wechselkursen und Gebühren im Vergleich zu dem was mir meine Hausbank bietet sehr viel Geld. Hier könnt ihr euch direkt für einen Testaccount anmelden, aktuell gibt’s die ersten 25‘000 Franken für Neukunden zum Interbanken-Kurs.



6. Finly

Wer hätte es gedacht: im Spätherbst 2019 hat die Migros Gruppe still und heimlich ihr erstes (?) Fintech lanciert, und zwar nicht irgendeins – mit einem Factoring-Tool für Einzelforderungen hat sich der orange Riese eine ziemlich komplexe Domaine ausgesucht und macht dem bisherigen Platzhirschen Advanon das Terrain streitig. Vorerst können Schweizer B2B Rechnungen bis zu einem Maximalbetrag von CHF 25‘000 und einer Laufzeit von 90 Tagen eingereicht werden. Was mir an der Lösung besonders gut gefällt ist dass Finly ein sogenanntes „echtes“ Factoring anbietet: damit können auch Kleinunternehmen ihre Bilanz entlasten, und mit der Finanzierung übernimmt Finly auch gleich das Debitoren-Ausfallrisiko. Ich bin sehr gespannt wie die Lösung am Markt ankommen wird. Ab 0.5% Gebühr pro Rechnung geht’s hier los.


7. Crowdify

Die Macher der Crowdfunding-Plattform Crowdify haben verstanden, dass Crowdfunding sehr viel mehr Potenzial hat als «nur» das Auftreiben von Kapital. Entsprechend bekommen alle Nutzer eine ganze Palette von Marketingtools zur Verfügung gestellt, besonders spannend ist sicher der Zugriff auf das knapp 300'000 Abonnenten starke Ron Orp Newsletter-Netzwerk. Ich persönlich finde Crowdfunding insbesondere für Unternehmen die B2C Produkte oder Dienstleistungen an Endkunden verkaufen sehr spannend – ideal um den Produkteverkauf anzukurbeln oder die Marktresonanz für neue Produktideen zu testen.

Ich gebs zu – dieser letzte Tipp ist auch etwas eigennützig: Ab Januar im kommenden Jahr führe ich als Ambassador im ganzen Land Workshops zum Thema Crowdfunding durch und hoffe auf volle Lokale. Bestimmt auch in eurer Stadt, hier könnt ihr euch anmelden, ich würde mich sehr über einen persönlichen Austausch freuen.






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