Factoring -  

die attraktive Finanzierungsalternative 

für Schweizer KMU und Startups

Beim Factoring werden offene Debitoren-Forderungen, die aus Warengeschäften oder Dienstleistungen entstehen, an eine Factoring-Gesellschaft verkauft. Diese zahlt innerhalb von maximal 48 Stunden einen Vorschuss von bis zu 90% des offenen Rechnungsbetrages an das Unternehmen aus. Als Alternative zum Bankkredit wird Factoring in der Schweiz immer beliebter. Factoring bietet Unternehmen die folgenden Vorteile:

  • Sofortige Freisetzung von flüssigen Mitteln
    Durch die unmittelbare Bezahlung offener Rechnungen werden sofort Mittel frei, die vom Unternehmen anderweitig eingesetzt werden können.

     

  • Umsatzkongruente Finanzierung
    Der Finanzierungsrahmen wächst mit dem Unternehmen mit, das heisst, mit dem Umsatz wächst auch die zur Verfügung gestellte Liquidität.
     

  • Reduzierung der Forderungsausfälle
    Beim Factoring geht das Ausfallrisiko an die Factoring-Gesellschaft über. Damit reduzieren sich die Debitoren-Ausfälle und die Planbarkeit steigt.

     

  • Unmittelbare Optimierung der Bilanz
    Dank der Umwandlung von Forderungen in flüssige Mittel wird die Bilanz verkürzt. Damit steigt die Eigenkapitalquote und das Unternehmensrating verbessert sich.

     

  • Wettbewerbsvorteile durch längere Zahlungsfristen
    Dank der gesicherten Finanzierung können Unternehmen ihren Kunden längere Zahlungsziele anbieten und verschaffen sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.

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Übersicht der Factoring-Varianten in der Schweiz

Full-Service-Factoring

Beim Full-Service-Factoring, auch Standardfactoring genannt, übernimmt die Factoring-Gesellschaft nicht nur die sofortige Bevorschussung der Rechnung, sondern kümmert sich auch um das Mahnwesen und Inkasso und übernimmt, im Falle eines Zahlungsausfalles, das Delkredererisiko.

Single-Invoice-Factoring

Beim Single-Invoice-Factoring oder Einzelrechnungsverkauf wählt das Unternehmen selbst aus, welche spezifischen Rechnungen an die Factoring-Gesellschaft verkauft werden. Dies im Gegensatz zu den Standardmodellen, wo üblicherweise das ganze Debitoren-Portfolio an die Factoring-Gesellschaft abgetreten wird. 

Offenes Factoring

Beim offenen Factoring wird der Debitor über das Factoring-Verhältnis informiert, üblicherweise mittels einem Abtretungsvermerk auf der Rechnung.
Der Prozess ist dabei wie folgt:

 

  1. Das Unternehmen reicht die noch nicht bezahlte Rechnung (mit den Kontoangaben der Factoring-Gesellschaft und einem Abtretungsvermerk versehen) bei der Factoring-Gesellschaft ein

  2. Die Factoring-Gesellschaft zahlt bis zu 90% des offenen Rechnungsbetrages sofort an das Unternehmen aus

  3. Der Kunde zahlt den Rechnungsbetrag direkt an die Factoringgesellschaft. Diese leitet den verbleibenden Betrag, abzüglich einer Factoring-Gebühr, an das Unternehmen weiter.

 

Das offene Factoring ist das Standard-Modell der meisten Factoring-Anbieter in der Schweiz.

Reverse Factoring

Beim Reverse-Factoring handelt es sich um eine Art Einkaufsfinanzierung. Involvierte Parteien sind die Factoring-Gesellschaft, das Unternehmen sowie ein Lieferant des Unternehmens. Die Factoring-Gesellschaft finanziert die Rechnungen des Lieferanten an das Unternehmen vor, damit der Lieferant sein Geld sofort bekommt und das Unternehmen gleichzeitig von längeren Zahlungszielen profitiert.

Der Ablauf ist dabei weniger kompliziert als dies zunächst klingt:

  1. Das Unternehmen und die Factoring-Gesellschaft vereinbaren, dass die Rechnungen eines bestimmten Lieferanten fortan durch die Factoring-Gesellschaft bezahlt werden

  2. Sobald eine neue Rechnung vom Lieferanten entsteht, bezahlt das Factoring-Unternehmen diese sofort, unter Abzug eines allfälligen Skontos

  3. Das Unternehmen bezahlt die Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (oft sind bis zu 120 Tage oder mehr möglich) an die Factoring-Gesellschaft und profitiert zu diesem späteren Zeitpunkt noch immer vom Skonto-Abzug. Zuzüglich zum Rechnungs-betrag überweist es eine prozentuale Gebühr an die Factoring-Gesellschaft.

Inhouse-Factoring

Beim Inhouse-Factoring kümmert sich das Unternehmen weiterhin selbst um das Debitorenmanagement und Inkasso. Erst wenn die letzte Mahnung erfolglos bleibt, übernimmt die Factoring-Gesellschaft das Inkasso. Damit ist der Ausfallschutz für das Unternehmen trotzdem gewährleistet.

B2B und B2C

Üblicherweise kommt Factoring  im B2B Kontext zur Anwendung, das heisst wenn Unternehmen an andere Unternehmen Rechnungen ausstellen. Mittlerweile gibt es jedoch eine Reihe von innovativen Dienstleistern, die insbesondere für Onlineshops im B2C Bereich die komplette Abwicklung inklusive Bevorschussung, Mahnwesen und Inkasso übernehmen.

Stilles Factoring

Beim stillen Factoring hat der Debitor, im Gegensatz zum offenen Factoring, keine Kenntnis über das Finanzierungs-Verhältnis.
Der Prozess ist dabei wie folgt:

 

  1. Das Unternehmen reicht die noch nicht bezahlte Rechnung (mit den Kontoangaben des Unter-nehmens) an die Factoring-Gesellschaft ein

  2. Die Factoring-Gesellschaft zahlt bis zu 90% des offenen Rechnungsbetrages an das Unternehmen aus

  3. Der Kunde überweist den vollen Rechnungsbetrag auf das Konto des Unternehmens. Das Unternehmen leitet die Factoring-Gebühr an die Factoring-Gesellschaft weiter.


Aufgrund des ungleich höheren Risikos beim stillen Factoring für die Factoring-Gesellschaft sind die meisten Anbieter mit dieser Variante sehr zurückhaltend und die Meisten bieten heute ausschliesslich das offene Verfahren an.

echtes und unechtes Factoring

Beim unechten Factoring bleibt das Debitoren-Ausfallrisiko (Delkredere-Risiko) beim Unternehmen, während es beim echten Factoring an die Factoring-Gesellschaft übergeht. Das bedeutet, dass sich die Factoring-Gesellschaft eine Rückabwicklungs-Klausel einbedingt für den Fall, dass ein Debitor die Rechnung nicht bezahlt. Im Gegensatz zum echten Factoring steht bei dieser Variante ausschliesslich die rasche Zuführung von liquiden Mitteln im Vordergrund und nicht der Debitoren-Ausfallschutz. Aufgrund dieses Rückabwicklungs-Rechts zugunsten der Factoring-Gesellschaft eignet sich das unechte Factoring in aller Regel nicht, um die Bilanzstruktur des Unternehmens zu optimieren, da eine Eventualverpflichtung entsteht.

Für Unternehmen kann das unechte Factoring unter Umständen problematisch sein, da die Bevorschussung zum Zeitpunkt eines möglichen späteren Zahlungsaus-falles in aller Regel bereits ausgegeben wurde. 

Factoring Erfolgsgeschichten

Personaldienstleister aus der Region Bern: Ausgleich von Saisonalitäten

Das Unternehmen verleiht Personal, ein grosser Teil der Kunden ist in der Baubranche tätig. Nahezu 80% des Jahresumsatzes wird in den Monaten Mai bis September erzielt. Oberste Priorität hat für den Firmeninhaber die pünktliche Überweisung der Löhne seiner Leute, wobei sich die Baufirmen ihrerseits mit der Bezahlung ihrer Monatsrechnungen an Unternehmen oft Zeit lassen. Dank einer Factoring-Lösung ist es dem Personaldienst-leister gelungen, diese saison-bedingten Schwankungen auszugleichen und der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 % erhöht werden.

Handelsfirma aus Zug: schnelle Deals dank Factoring

Das Unternehmen handelt mit Lebensmitteln aller Art. Über die Jahre konnte ein stabiler Kundenstamm im In- und Ausland aufgebaut werden, der Einkauf wie auch der Verkauf sind jedoch, wie im Handel üblich, sehr stark Opportunitäts-getrieben. Die Volumina pro Trade sind hoch, ein Ausfall eines Kunden könnte das Unternehmen aufgrund der geringen Margen nicht verkraften. Das Factoring stellte sich als die ideale Finanzierungsform heraus da damit die Planungssicherheit hoch ist und die Finanzierungskosten im Voraus genau bekannt sind.

Elektronik-Spezialist aus dem Mittelland: Turnaround nach Turbulenzen

Das Familienunternehmen in der dritten Generation stellt hochwertige Halbfabrikate her, die Abnehmer auf der ganzen Welt finden. Aufgrund von Fehlinvestitionen geriet das Unternehmen jedoch in finanzielle Schieflage, auf dem Spiel standen mehr als zwei Dutzend Arbeitsplätze. Die Hausbank war bereit, die auslaufenden Kredite zu verlängern, verlangte jedoch weitergehende Sanierungs-Massnahmen. Mittels Factoring konnte sich das Unternehmen rasch zusätzliche liquide Mittel beschaffen und erarbeitet sich so nach und nach wieder eine stärkere Eigenkapitalbasis.

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